Ab Juni zwei neue INTERREG V A-Projekte in der euregio rhein-maas-nord

D-NL-HIT und STRASUS unterstützen die nachhaltige Entwicklung in der Region

Mönchengladbach/euregio rhein-maas-nord. Am 1. Juni 2017 sind in der euregio rhein-maas-nord zwei neue INTERREG V A-Projekte gestartet mit Gesamtkosten in Höhe von knapp 12,4 Mio. Euro. Davon kommen rund 5,75. Mio Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Die deutsch-niederländischen Projekte STRASUS (Strategic Sustainability for Logistics) und D-NL-HIT (Hochdurchsatzformulierung für innovative Oberflächen-Technologie) laufen bis Mai 2020 bzw. Mai 2021 – kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) aus der Region können sich noch anschließen.

Innovative Produktentwicklungen für umweltverträgliche Oberflächen

Das Hauptziel im Oberflächenprojekt D-NL-HIT ist die Einführung modernster Entwicklungs- und Prüfverfahren (Hochdurchsatzformulierung) – und ihre Zugänglichkeit für kleine und mittelständische Unternehmen –, durch die eine viel schnellere Erprobung neuer Stoffe ermöglicht wird. Diese Verfahren sollen als Grundlage für die Entwicklung umweltfreundlicher Alternativen zu bestehenden Produkten wie Lacken und Klebstoffen dienen. Daneben finden sich im Projekt auch Arbeitspakete zur Verbesserung von 3D-Druck-Verfahren sowie zur Modifizierung von UV-LEDs zur Nutzung bei der Aushärtung von Stoffen.

Besonders attraktiv für die Unternehmen in der Region: Über das Arbeitspaket „Open Innovation & Dissemination“ besteht für KMU die Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt nachträglich in das Projekt einzusteigen – beispielsweise, um Mitarbeiter in der verwendeten Hochdurchsatzformulierungs-Technologie fortzubilden oder um gemeinsam mit anderen Unternehmen und mit Unterstützung der wissenschaftlichen Partner eine eigene Produktidee zu erproben. Die Hochdurchsatzformulierungs-Anlage befindet sich beim Lead Partner des Projektes, der Hochschule Niederrhein in Krefeld; über Field Labs wird es zudem die Möglichkeit geben, andernorts die Produktentwicklung voranzutreiben.

Effektive Nachhaltigkeitsstrategien für kleine und mittelständische Logistikunternehmen

Von der Produktion zur Logistik: In der deutsch-niederländischen Grenzregion befinden sich mehrere logistische Hotspots und damit zahlreiche Unternehmen, die unterschiedlichste Glieder der Lieferkette abbilden. Doch der Druck auf die Logistiker, nachhaltig zu arbeiten, steigt stetig. Spätestens, wenn Großunternehmen zukünftig auf EU-Ebene verpflichtet werden, Informationen zu ihrer unternehmerischen Gesellschaftsverantwortung (Corporate Social Responsibility, CSR) zu veröffentlichen, sind auch kleinere Zulieferer gefragt, durch die Einführung gewisser Standards dabei mitzuhalten um konkurrenzfähig zu bleiben. Jedoch fällt es gerade KMU oft schwer, neben ihrem Tagesgeschäft Arbeitszeit in strukturelle Veränderungen zu investieren.

Die Lösung bietet STRASUS, bei dem mehrere Hochschulen sowie ein etabliertes Planspiel-Entwicklungsunternehmen gemeinsam mit unterschiedlichen Logistikern eine Strategie und daraus folgend Planspielmodule entwickeln. Mit deren Hilfe werden Unternehmen mit begrenztem Zeitaufwand in die Lage versetzt, beispielsweise einen eigenen CSR-Bericht zu erstellen. Während einige Logistiker als Partner zu Testzwecken oder als Best-Practice-Beispiele von Anfang an mitarbeiten, zielt das Projekt unter Leitung des Instituts GEMIT der Hochschule Niederrhein darauf ab, im Projektverlauf mindestens 80 Logistik-Unternehmen aus NRW und der angrenzenden niederländischen Grenzregion zu schulen.

Projektbegleitung durch Regionales Programmmanagement

Begleitet werden beide Projekte – ebenso wie zahlreiche andere – vom regionalen INTERREG-Programmmanagement der euregio rhein-maas-nord in Mönchengladbach. Für Unternehmen und andere Organisationen mit einer grenzüberschreitenden Projektidee stehen die Türen jederzeit für Beratungsgespräche offen. Nähere Informationen zur euregio und ihren diversen Aufgaben finden sich unter www.euregio-rmn.de

INTERREG-Förderung

Die beiden neuen Projekte erhalten im Rahmen des INTERREG V A-Programms Deutschland-Nederland zusammen rund 5,75 Mio. Euro an EFRE-Mitteln. Weitere Kofinanzierung in Höhe von gut 3,1 Mio. Euro kommt von den INTERREG-Partnern Wirtschaftsministerium NRW, niederländisches Wirtschaftsministerium sowie den Provinzen Limburg, Gelderland, Noord-Brabant und Overijssel. Umfangreiche Informationen zum Programm sind unter www.deutschland-nederland.eu verfügbar.

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