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euregio-Xperience: grenzüberschreitende Chancen für Fachkräftenachwuchs

euregio-Xperience ist ein Projekt der euregio rhein-maas-nord, das Auszubildenden die Chance bietet, den Arbeitsmarkt im Nachbarland kennenzulernen. Für Berufskollegs in Deutschland und MBO’s (Middelbaar Beroepsonderwijs) in den Niederlanden bietet dieses INTERREG V A-Projekt viele Möglichkeiten an. Auf deutscher Seite besonders gefragt sind zum Beispiel Niederländisch-Schnupperkurse, mit denen Schüler auf ein mögliches Praktikum im grenznahen Ausland vorbereitet werden. In der niederländischen Grenzregion dagegen gibt es viele Interessenten an Praktika bei den deutschen Nachbarn. Neben Sprachkursen, interkulturellen Workshops, Bewerbungstrainings und Beiträgen von Unternehmern als Gastdozenten bietet euregio-Xperience vor allem Hilfe bei der Vermittlung von Praktikumsbetrieben an – natürlich grenzüberschreitend. Dadurch leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag, um grenzüberschreitend Unternehmen und Berufsschulen miteinander zu vernetzen. Hier geht es zum Download des Info-Flyers.

Bis zu 25.000 Euro für kleine grenzüberschreitende Projekte

Um das Beantragen von INTERREG-Mitteln für kleinere Vorhaben zugänglicher zu machen, hat die euregio rhein-maas-nord, in Abstimmung mit den anderen deutsch-niederländischen Euregios und INTERREG-Partnern, auch für die Förderperiode INTERREG V eine Möglichkeit geschaffen, über die Vorhaben mit bis zu 25.000 Euro an Fördermitteln unterstützt werden können. Der Aufwand für den Projektantragsteller wurde dabei gegenüber INTERREG IV spürbar vereinfacht. Einander kennen, verstehen und vertrauen ist essenziell für die grenzüber-
schreitende Zusammenarbeit. Kleinprojekte zur Unterstützung der Netzwerkbildung haben daher eine große Bedeutung. Wenn Sie eine grenzüberschreitende Projektidee oder Fragen zum People to People Projekt haben, nehmen Sie bitte Kontakt mit unseren Projektkoordinatoren auf!

Für weitere Informationen können Sie hier auch unsere Infobroschüre herunterladen.

Kurz vorstellen: Praktikant Steffen Strohmenger

Mein Name ist Steffen Strohmenger. Zur Zeit absolviere ich ein sechswöchiges, studienbegleitendes Praktikum bei der euregio rhein-maas-nord in Mönchengladbach. Während dieser Zeit, wohne ich wieder in meiner Heimatstadt Krefeld.

Dort bin ich auch aufgewachsen, weshalb ich die Region und das Grenzgebiet, die Menschen und Gepflogenheiten schon seit meiner Kindheit kenne. In meiner Schulzeit hatte ich außerdem das Glück, mehrere Jahre am Niederländisch-Unterricht und auch an zwei Schüler-Austauschprogrammen teilzunehmen. Momentan studiere ich Political and Social Studies und Öffentliches Recht an der Julius-Maximilians Universität in Würzburg (Bayern), wo ich demnächst mit einem Bachelor abschließen werde. Da mein dortiger Schwerpunkt Europaforschung und Internationale Beziehungen sind, haben mich seit jeher auch die deutsch-niederländischen Beziehungen interessiert. Dies alles, und vor allem die Redensart, die Euregios seien das ,,Europa im Kleinen“, hat mich zu einem Praktikum bei der euregio-rhein-maas-nord motiviert. Während dieses Praktikums möchte ich einen Einblick über die Arbeitsweise eines grenzüberschreitend arbeitenden Zweckverbandes bekommen. Vor allem aber hoffe ich, einen Mehrwert für die mir am Herz liegende Region und die deutsch-niederländischen Beziehungen leisten zu können.

Wir, die euregio rhein-maas-nord wünschen dir viel Spaß und Erfolg!

Positive Bilanz der euregio rhein-maas-nord zum INTERREG-Projekt Hightech Systems & Materials

Positive Bilanz der euregio rhein-maas-nord zum INTERREG-Projekt Hightech Systems & Materials:
Grenzen wurden überwunden und Zielwerte deutlich überschritten
Das Projekt Hightech Systems & Materials hat einen wichtigen Beitrag zur euregionalen Zusammenarbeit geleistet und wurde im Februar 2017 erfolgreich abgeschlossen. Als Auftraggeber zieht die euregio rhein-maas-nord Bilanz:

Im Februar 2016 wurde das INTERREG V A-Projekt „Hightech Systems & Materials“ von der euregio rhein-maas-nord gestartet. Ziel des Projektes war es, die vorhandenen Innovationspotenziale in der Grenzregion nachhaltiger auszuschöpfen, indem Unternehmen aus dem Bereich Hightech Systems & Materials aktiv beim Aufbau grenzüberschreitender Kooperationen unterstützt werden sollten. Zu diesem Zweck akquirierte die Zenit GmbH aus Mülheim an der Ruhr gemeinsam mit dem Mikrocentrum aus Eindhoven zielgerichtet Unternehmen, um grenzüberschreitende Kooperationen mit Hilfe eines konkreten Workshop-Konzeptes zu initiieren und im Anschluss die Unternehmen bei der Entwicklung der Projektidee zu begleiten.

Die Projektlaufzeit ist nun vorbei und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Im Rahmen der Projektlaufzeit wurden 1498 Unternehmen über die Möglichkeiten der Beteiligung in der Zielregion informiert. 90 Unternehmen haben aktiv im Projekt mitgewirkt. Aus den Projektaktivitäten konnten bereits zwölf konkrete Ideen für Entwicklungs- und Forschungsprojekte generiert werden. Erste Projektideen sind bereits in Forschungskooperationen gemündet, die sich teilweise in der Umsetzung im Rahmen des INTERREG Programmes befinden. Darüber hinaus konnten zwei grenzüberschreitende Kooperationen ohne finanzielle Förderung in Gang gesetzt werden.

Dies ist ein toller Erfolg, sowohl für den Auftraggeber, die euregio rhein-maas-nord, als auch für die Auftragnehmer ZENIT GmbH und Mikrocentrum. Nicht zuletzt aber noch mehr für die beteiligten Unternehmen in den beteiligten Grenzregionen, die neue Ideen für eine gemeinsame Zusammenarbeit entwickeln konnten.

Beispielhaft ist z.B. ein Projekt zweier kleiner Unternehmen, die nun im Bereich der Sensorentwicklung für Brennstoffzellentechnologie zusammenarbeiten oder die Bildung einer Kooperation im Bereich neuer Technologien für die Gamingindustrie.

Auch nach Ablauf des Projektes gilt natürlich: Wer Informationen über die Fördermöglichkeiten von INTERREG-Anträgen benötigt oder bereits eine Idee für ein Projekt hat, aber noch grenzüberschreitend Partner sucht, kann sich jederzeit gerne an die euregio rhein-maas-nord wenden.

 

Mit den neu gewonnenen Kenntnissen aus dem Projekt ist die ZENIT GmbH gleichzeitig dazu übergegangen, die grundsätzlichen Fördermöglichkeiten des INTERREG-Programms im Rahmen von Förderberatungen oder Veranstaltungen. auch über das Projektende hinaus, vorzustellen. Im Rahmen des Dienstleistungsangebotes des Enterprise Europe Network kann ZENIT auch bei der Suche eines geeigneten Kooperationspartners behilflich sein.

Das Projekt „Hightech Systems & Materials“ wurde im Rahmen des INTERREG-Programms Deutschland-Nederland durchgeführt und durch die Europäische Union, das MWEIMH NRW und die Provinz Limburg mitfinanziert.

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Kontakt zur euregio rhein-maas-nord:

Andy Dritty, M.Sc.
Geschäftsführer / Directeur
euregio rhein-maas-nord / euregio rijn-maas-noord
Konrad-Zuse-Ring 6
D – 41179 Mönchengladbach
E-Mail: info(at)euregio-rmn.de
www.euregio-rmn.de

Kontakt zur ZENIT GmbH:

Benno Weißner
ZENIT GmbH
Bismarckstraße 28
D – 45470 Mülheim an der Ruhr
Telefon: 0208 / 30004-34
E-Mail: bw(at)zenit.de
www.zenit.de

Horst aan de Maas – Spitzenstellung in den Niederlanden in Bezug auf Mülltrennung

Am Mittwoch, den 3. Mai, wurde während der Sitzung des People-to-People Ausschusses eine Präsentation über Mülltrennung in Horst aan de Maas gehalten. Gemeinden in den Niederlanden haben den gesetzlichen Auftrag Abfall von Bürgern zu sammeln und zu verarbeiten. Die Unternehmen sind für die Entsorgung des Abfalls selbst verantwortlich. Was stellt sich heraus? Horst aan de Maas hat in Bezug auf Mülltrennung die Spitzenstellung in den Niederlanden und produziert am wenigsten Restmüll je Einwohner: 21,5 Kilo pro Jahr(!)

Recycle Award für Horst aan de Maas                                                   FOTO: Präsentation Horst aan de Maas

Einige Fakten zusammengefasst:
– In den Niederlanden ist der Durchschnitt der Menge Restmüll (2013) 210 Kilo pro Einwohner pro Jahr, in Nordrhein-Westfalen ist diese Menge 211 Kilo pro Einwohner pro Jahr
Horst aan de Maas: nur 21,5 Kilo pro Jahr
– Die Zielsetzung der Niederlande “VANG“ (Abfall nach Rohstoff): 75% Mülltrennung
Horst aan de Maas: die Wiederverwendung von Material ist jetzt schon 90%
– Die Kosten für Bürger sind durchschnittlich 239 € in den Niederlanden, in Limburg liegen die Kosten bei 203 €
Horst aan de Maas: 154 €

Warum verwendet nicht jede Gemeinde dieses System?

Leider wird das System von Horst aan de Maas nicht überall passen. In Horst aan de Maas gibt es zum Beispiel viele Häuser mit Gärten und wenig Hochbau, weshalb sie sich für Gartenabfallkörbe entschieden haben. Irgendwo anders gibt es im Vergleich zu Horst aan de Maas vielleicht fast keine Gärten und viel Hochbau, weshalb diese Körbe nicht verwendet werden und ein anderes System notwendig ist.

VON: Marleen Verberkt, euregio rhein-maas-nord

 

 

 

 

Ab Juni zwei neue INTERREG V A-Projekte in der euregio rhein-maas-nord

D-NL-HIT und STRASUS unterstützen die nachhaltige Entwicklung in der Region

Mönchengladbach/euregio rhein-maas-nord. Am 1. Juni 2017 sind in der euregio rhein-maas-nord zwei neue INTERREG V A-Projekte gestartet mit Gesamtkosten in Höhe von knapp 12,4 Mio. Euro. Davon kommen rund 5,75. Mio Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Die deutsch-niederländischen Projekte STRASUS (Strategic Sustainability for Logistics) und D-NL-HIT (Hochdurchsatzformulierung für innovative Oberflächen-Technologie) laufen bis Mai 2020 bzw. Mai 2021 – kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) aus der Region können sich noch anschließen.

Innovative Produktentwicklungen für umweltverträgliche Oberflächen

Das Hauptziel im Oberflächenprojekt D-NL-HIT ist die Einführung modernster Entwicklungs- und Prüfverfahren (Hochdurchsatzformulierung) – und ihre Zugänglichkeit für kleine und mittelständische Unternehmen –, durch die eine viel schnellere Erprobung neuer Stoffe ermöglicht wird. Diese Verfahren sollen als Grundlage für die Entwicklung umweltfreundlicher Alternativen zu bestehenden Produkten wie Lacken und Klebstoffen dienen. Daneben finden sich im Projekt auch Arbeitspakete zur Verbesserung von 3D-Druck-Verfahren sowie zur Modifizierung von UV-LEDs zur Nutzung bei der Aushärtung von Stoffen.

Besonders attraktiv für die Unternehmen in der Region: Über das Arbeitspaket „Open Innovation & Dissemination“ besteht für KMU die Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt nachträglich in das Projekt einzusteigen – beispielsweise, um Mitarbeiter in der verwendeten Hochdurchsatzformulierungs-Technologie fortzubilden oder um gemeinsam mit anderen Unternehmen und mit Unterstützung der wissenschaftlichen Partner eine eigene Produktidee zu erproben. Die Hochdurchsatzformulierungs-Anlage befindet sich beim Lead Partner des Projektes, der Hochschule Niederrhein in Krefeld; über Field Labs wird es zudem die Möglichkeit geben, andernorts die Produktentwicklung voranzutreiben.

Effektive Nachhaltigkeitsstrategien für kleine und mittelständische Logistikunternehmen

Von der Produktion zur Logistik: In der deutsch-niederländischen Grenzregion befinden sich mehrere logistische Hotspots und damit zahlreiche Unternehmen, die unterschiedlichste Glieder der Lieferkette abbilden. Doch der Druck auf die Logistiker, nachhaltig zu arbeiten, steigt stetig. Spätestens, wenn Großunternehmen zukünftig auf EU-Ebene verpflichtet werden, Informationen zu ihrer unternehmerischen Gesellschaftsverantwortung (Corporate Social Responsibility, CSR) zu veröffentlichen, sind auch kleinere Zulieferer gefragt, durch die Einführung gewisser Standards dabei mitzuhalten um konkurrenzfähig zu bleiben. Jedoch fällt es gerade KMU oft schwer, neben ihrem Tagesgeschäft Arbeitszeit in strukturelle Veränderungen zu investieren.

Die Lösung bietet STRASUS, bei dem mehrere Hochschulen sowie ein etabliertes Planspiel-Entwicklungsunternehmen gemeinsam mit unterschiedlichen Logistikern eine Strategie und daraus folgend Planspielmodule entwickeln. Mit deren Hilfe werden Unternehmen mit begrenztem Zeitaufwand in die Lage versetzt, beispielsweise einen eigenen CSR-Bericht zu erstellen. Während einige Logistiker als Partner zu Testzwecken oder als Best-Practice-Beispiele von Anfang an mitarbeiten, zielt das Projekt unter Leitung des Instituts GEMIT der Hochschule Niederrhein darauf ab, im Projektverlauf mindestens 80 Logistik-Unternehmen aus NRW und der angrenzenden niederländischen Grenzregion zu schulen.

Projektbegleitung durch Regionales Programmmanagement

Begleitet werden beide Projekte – ebenso wie zahlreiche andere – vom regionalen INTERREG-Programmmanagement der euregio rhein-maas-nord in Mönchengladbach. Für Unternehmen und andere Organisationen mit einer grenzüberschreitenden Projektidee stehen die Türen jederzeit für Beratungsgespräche offen. Nähere Informationen zur euregio und ihren diversen Aufgaben finden sich unter www.euregio-rmn.de

INTERREG-Förderung

Die beiden neuen Projekte erhalten im Rahmen des INTERREG V A-Programms Deutschland-Nederland zusammen rund 5,75 Mio. Euro an EFRE-Mitteln. Weitere Kofinanzierung in Höhe von gut 3,1 Mio. Euro kommt von den INTERREG-Partnern Wirtschaftsministerium NRW, niederländisches Wirtschaftsministerium sowie den Provinzen Limburg, Gelderland, Noord-Brabant und Overijssel. Umfangreiche Informationen zum Programm sind unter www.deutschland-nederland.eu verfügbar.