Archiv der Kategorie: Allgemein

Euregio rhein-maas-nord jetzt Ausbildungsbetrieb

Seit diesem Monat ist die euregio rhein-maas-nord offiziell Ausbildungsbetrieb. Die niederländische Mitarbeiterin der euregio, Marleen Verberkt, hat die Prüfung zur anerkannten Ausbilderin bestanden. Die euregio darf hiermit jetzt Azubis ausbilden. Bilal Lahrichi (20) ist der erste bei der euregio der seine Ausbildung als Kaufmann für Büromanagement antreten wird.


Azubis

Marleen Verberkt arbeitet als Projektkoordinatorin für das INTERREG-Projekt euregio-Xperience. Mit Sprachkursen, Kultur- und Bewerbungstrainings, Firmenbesuchen und Praktikavermittlung bekommen Auszubildene beidseits der Grenze die Chance den euregionalen Arbeitsmarkt kennenzulernen. Im Rahmen vom euregio-Xperience können sich Unternehmen präsentieren und eine Führung organisieren. „Zusammen mit niederländischen Unternehmen werden im Moment die Möglichkeiten untersucht, eine Zertifizierung als Ausbildungsbetrieb zu bekommen, damit deutsche Azubis auch ihre Ausbildung in den Niederlanden machen können. Vor allem Unternehmen die aktiv auf dem deutschen Markt sind, sind daran interessiert,“ so Marleen Verberkt. 


Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein

Bildungsmanager Thomas Schrörs-Runo von der Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein freut sich über die Niederländerin, die vor dem Prüfungsausschuss der IHK die Prüfung bestanden hat. „Generell gibt es in den Niederlanden ein anderes Bildungssystem. Wir sind sehr erfreut, dass die Weiterbildung über Landesgrenzen hinweg genutzt wird. Wir wünschen Marleen Verberkt und der euregio viel Erfolg mit ihrem Auszubildenden.“


Unten: Bilal Lahrichi und Marleen Verberkt, oben: Maike Hajjoubi und Martijn Spaargaren

Presentation der RheinMaaster App am 27. Februar

Die kostenlose RheinMaaster Quiz App ist ein interaktives Spiel für den öffentlichen Raum, mit dem man seine Heimat erkunden kann, Wissen teilen, Punkte sammeln, Medaillen gewinnen und sogar eine eigene Community gründen kann. RheinMaaster ist ein auf einer App basiertes Quiz- und Entdeckerspiel für die Region zwischen Rhein und Maas. Es ist ein Kooperationsspiel, bei dem die Mitspieler („Entdecker“ und „Experten“) Fragen stellen und beantworten, um ihre Heimat besser kennenzulernen.


INTERREG

RheinMaaster wurde vom Museum Schloss Rheydt mit weiteren Kooperationspartnern als Beitrag zum Themenjahr „NEULAND – Terra incognita“ des Museumsnetzwerks Rhein-Maas realisiert. Das Museum Schloss Rheydt stellt die App nun zusammen mit den Partnern am Donnerstag, 27. Februar, um 11 Uhr im Museum vor. Das Projekt Rhein-Maaster wird im Rahmen des INTERREG V A Programms Deutschland-Nederland ermöglicht und von der Europäischen Union (EU) mitfinanziert. Die euregio rhein-maas-nord begleitet das Projekt.


Denkwürdige Feier Gennep 75 Jahre befreit

Mit Reden, Kranzniederlegungen, Fahnenaushängen und einem Konzert feierte Gennep am Samstag, den 15. Februar, 75 Jahre Frieden, Freiheit und Freundschaft. Dies geschah unter großer Aufmerksamkeit und in Anwesenheit der Kriegsveteranen Ted Hunt, Joe Cattini, Jim MacLeod, George Avery und Robert Larnach. Gouverneur Theo Bovens sowie die Bürgermeister Knickrehm aus Goch und Franken aus Weeze nahmen an der Zeremonie auf dem Soldatenfriedhof in Milsbeek und an der Highlanderbridge in Gennep teil. Gérard Cloïn gibt im Namen der Stichting Gennep-Niers-Goch en Veteranen Vereniging Noord-Limburg einen Eindruck von diesem denkwürdigen Tag.


Mohn-Kranz

Wo immer die fünf Kriegsveteranen auftauchten, zeigte man ihnen Respekt dafür, was sie für die Befreiung von Gennep getan haben. Während eines umfangreichen Programms mit einem Gedenkgottesdienst in der Milsbeeker Kirche und einer Kranzniederlegung auf dem Militärfriedhof hinter der Kirche wurden die Gefallenen geehrt. Alle Gräber wurden zu Ehren dieses Gedenkens einige Tage zuvor mit selbstgemachten Mohnblumen versehen. Bürgermeister Willibrord Van Beek von der Gemeinde Gennep legte als Erster einen Kranz am Denkmal nieder. Darauf folgte der Kriegsveteran Major Edwin Hunt mit einem Mohnkranz. Viele weitere Kränze folgten u.a. von Gouverneur Bovens, de Veteranen Vereniging Noord-Limburg, de Bond van Wapenbroeders, de Stichting Veritable, den Kirchengemeinden von Gennep und den Gemeinden Goch und Weeze.


Europäische Flagge

Nach den Zeremonien in Milsbeek legte eine kleine Delegation Blumen an den Kriegsgräbern auf dem Friedhof von Ottersum nieder, danach ging die Zeremonie auf der Highlander Bridge in Gennep und am Denkmal des Barmherzigen Samariters weiter. In den Reden von Major Ted Hunt (Veteran des Zweiten Weltkriegs), Gouverneur Bovens der Provinz Limburg und Bürgermeister Knickrehm wurden die Themen Freiheit, Frieden und Freundschaft diskutiert. Am Ende der Feierlichkeiten wurden die englische, schottische, niederländische und deutsche Flagge gehisst, sowie die Flagge der schottischen Highland-Division und die europäische Flagge. Denn wenn in den vergangenen 75 Jahren etwas deutlich geworden ist, dann, dass ein so langer Zeitraum des Lebens in Freiheit nur dann gefeiert werden kann, wenn Menschen und Länder einander als Freunde und gute Nachbarn behandeln. Mit dem Singen der Hymnen, God Save The Queen, der europäischen Ode an die Freude und dem Wilhelmus, wurden die Zeremonien auf der Highlander Bridge abgeschlossen.


Konzert

Mit dem Konzert „Tour of Freedom“, das von den Fanfare Bereden Wapens van de Nederlandse Koninklijke Landmacht und unter Mitwirkung von Les Chouettes (aus Belgien) aufgeführt wurde, endete der Tag. Die 600 englischen, deutschen und niederländischen Gäste und Konzertbesucher genossen ein abwechslungsreiches Programm mit Liedern von 1945 bis heute. Ein besonderer Schwerpunkt wurde auf das Thema “Engagement von Veteranen und ihre Verdienste für Krieg und Frieden in der Welt” gelegt. Ein großer denkwürdiger Tag ging musikalisch zu Ende. Das Projekt wurde als People-to-People-Projekt im Rahmen des INTERREG V A-Programms Deutschland-Niederlande ermöglicht und von der euregio rhein-maas-nord begleitet.


Bewerben Sie sich für den Grenzlandpreis bis spätestens 6. März 2020

 

Setzt Ihr Projekt sich besonders für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen ein? Und könnte es als Vorbild für die gesamte Region dienen? Dann bewerben Sie sich für den Grenzlandpreis 2020!

 

Der Grenzlandpreis

 

Nordrhein-Westfalen und die Niederlande arbeiten immer intensiver zusammen. Auf verschiedenen Ebenen kooperieren Bürger, Unternehmen und Behörden miteinander und widmen sich Themen wie dem Arbeitsmarkt, Mobilität, Bildung oder auch dem Jugendaustausch. Dabei verdienen Projekte, die beide Länder innovativ miteinander verbinden, besondere Aufmerksamkeit. Um ein solches Projekt zu würdigen, wird am 28. Mai 2020 während der Grenzlandkonferenz in Duisburg erstmals der gemeinsame Grenzlandpreis verliehen. Ausgezeichnet werden soll ein Projekt, das sich auf besondere Weise für das grenzüberschreitende Miteinander einsetzt, indem es sich für das Zusammenrücken der niederländischen und nordrheinwestfälischen Gesellschaft stark macht und Grenzhindernisse aktiv angeht. Die Bewerbungen werden von einer fachkundigen Jury beurteilt, die sich auch selbst aktiv für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen engagiert.

 

5.000 euro

Das Siegerprojekt erhält 5.000 Euro und die Chance, sein Projekt im Rahmen der Preisverleihung vorzustellen. Außerdem erhalten die drei Finalisten die Möglichkeit, sich auf der Grenzlandkonferenz vor einem Fachpublikum zu präsentieren. Die Finalisten werden drei Wochen vor der Grenzlandkonferenz informiert. Der Gewinner wird während der Grenzlandkonferenz bekannt gegeben.


Bewerbung

Hat Ihr Projekt einen Bezug zu den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen, ist es mindestens seit November 2019 aktiv und hat nicht vor Mai 2019 geendet? Dann bewerben Sie sich bis zum 6. März 2020. Wir freuen uns darauf, mehr über Ihre grenzüberschreitende Initiative zu erfahren! Senden Sie bis spätestens 6. März 2020 eine schriftliche Bewerbung an preis@grenzsland.eu, in der Sie kurz (maximal 2 A4-Seiten) auf Niederländisch oder Deutsch erklären, was das Projekt beinhaltet. Bitte beschreiben Sie auf jeden Fall die folgenden Punkte:


1. eine Kurzbeschreibung des Projekts, inkl. Durchführungszeitraum, Partner, Zielpublikum, Inhalte, Finanzierung (öffentlich oder privat),

2. eine Erläuterung der positiven Effekte auf das Miteinander zwischen NordrheinWestfalen und den Niederlanden sowie die Grenzregion,

3. die Beweggründe für die Umsetzung des Projekts,

4. Angaben zum innovativen Charakter des Projekts,

5. Angaben zur Nachhaltigkeit des Projekts,

6. Auskunft über bereits erhaltene Auszeichnungen; wenn ja, welche?

7. ggf. Publikationen, Berichte, Prospekte und Presseartikel über das Projekt, als Anlage.

8. ggf. Hinweise auf Internetseiten des Projekts.

 

 

Reichen Sie Ihre Bewerbung bitte nur ein, wenn Ihr Projekt alle nachstehenden Bedingungen erfüllt:

 

a. Das Projekt hat mindestens einen Bezug zu den Niederlanden und NordrheinWestfalen. Andere Länder und Regionen dürfen zusätzlich ebenfalls einbezogen sein.
b. Das Projekt muss bis spätestens Ende November 2019 begonnen haben.
c. Wenn das Projekt bereits abgeschlossen ist, darf das Ende nicht vor Mai 2019 gelegen haben.
d. Der Grenzlandpreis ist für Projekte gedacht; Personen werden nur in Ausnahmefällen ausgezeichnet.


 

Die Art und Weise, wie das Projekt finanziert wird, ist für die Vergabe des Preises nicht ausschlaggebend. Haben Sie noch Fragen zur Bewerbung um den Grenzlandpreis? Dann wenden Sie sich gern per Mail an preis@grenzsland.eu

 

Der Grenzlandpreis ist eine Initiative von: Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes Nordrhein-Westfalen und Ministerie van Binnenlandse Zaken en Koninkrijksrelaties. “Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit wird von der Landesregierung, von der niederländischen Provinzen und der Regierung in Den Haag stark gefördert. Die Grenzlandkonferenz in Venlo im Jahr 2019 war ein wunderbarer erster Schritt in Richtung einer noch engeren, nachhaltigen Beziehung. In einer gemeinsamen Agenda werden die Prioritäten für die deutsch-niederländische Zusammenarbeit in den kommenden Jahren festgelegt,” so Antoin Scholten, Bürgermeister von Venlo und Präsident der euregio rhein-maas-nord.

 

 

 

Über Bibberbots die Sprache des Nachbarlands kennenlernen

Kinder der Basisschool Triangel aus Linne und der Gemeinschaftsgrundschule Breyell besuchten am 12. Februar das Museum Continium in Kerkrade. Die niederländischen und deutschen Grundschüler und Grundschülerinnen ließen ihre vorprogrammierten Bibberbots über eine Karte fahren: „Hier wohne ich, da ist unser Rathaus und jetzt fährt der Bibberbot zu meiner Schule, berichteten die Kinder einander.“

 

Sprachliche Hemmschwellen überwinden

Schulleiterin Iris Dickmanns von der GGS Breyell sagt: „Ziel ist es, dass die Kinder die jeweilige Sprache des Nachbarlandes kennenlernen. Im Rahmen dieses konkreten INTERREG-Projektes beschäftigen sich die Kinder mit ihrer eigenen Stadt und zeigen den Kindern der Partnerschule mit Hilfe der programmierbaren Bibberbots ihre Heimat. Technik findet immer mehr den Einzug in unsere Klassenzimmer. Die gemeinsame Auseinandersetzung mit technischen Geräten hilft den Kindern, sprachliche Hemmschwellen zu überwinden. Die Kinder haben zuvor in ihren Klassen überlegt, was an ihrer Stadt besonders ist und haben die kleinen Roboter programmiert. Während des gemeinsamen Treffens in Kerkrade sind die Bibberbots über eine Karte gefahren und haben wichtige Sehenswürdigkeiten der Stadt angesteuert. Dazu haben die Kinder in beiden Sprachen erzählt.“

 

Selbst Bibberbot bauen

Während des Aufenthaltes im Continium gab es noch mehr Gelegenheiten für den gemeinsamen sprachlichen Austausch. So hatte jedes Kind die Aufgabe, einen eigenen Bibberbot zu bauen. Die Anleitung hierzu gab es auf Niederländisch und auf Deutsch. In gemischten Kleingruppen tauschten sich die Kinder über die richtigen Arbeitsschritte aus und halfen einander. Gemeinsam gelang es und so konnte jedes Kind am Ende den eigenen Bibberbot mit nach Hause nehmen.

 

INTERREG

Kinder und Lehrkräfte sind sich einig: „Das war ein wunderbarer Austausch! Und es war gar nicht so schwierig, ein wenig die Sprache unserer Nachbarn zu sprechen.“ Das Projekt Stem II – Lingua wurde als “People-to-People-Projekt” im INTERREG V A-Programm Deutschland-Nederland ermöglicht und von der euregio rhein-maas-nord begleitet. https://www.continium.nl/de

 

Healthy Building Workshop in Venlo für die Stadt Krefeld

Rund vierzig Mitarbeiter der Abteilung Gebäudemanagement der Stadtverwaltung Krefeld nahmen an einem Workshop “Gesundes Bauen” im Verwaltungsgebäude der Stadt Venlo teil. Dieses gilt als Referenzprojekt für die Grenzregion im Bereich des gesunden und nachhaltigen Bauens. Lesen Sie mehr über dieses INTERREG-Projekt unter: https://healthybuildingnetwork.com/de/healthy-building-workshop-der-stadtverwaltung-krefeld/

Stadskantoor Venlo

Von Digitalisierung bis Verbrüderung und Sport: acht neue europäische Projekte in der euregio rhein-maas-nord

Die Mitglieder des INTERREG-Ausschusses der euregio rhein-maas-nord haben am 5. Februar bei ihrem ersten Treffen im Jahr 2020 acht grenzüberschreitende Projekte in der Kategorie “People-To-People” genehmigt. Dies sind Projekte, die Menschen aus Deutschland und den Niederlanden durch soziale, kulturelle und sportliche Aktivitäten einander näher bringen sollen. Aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) wird für diese Projekte in den Regionen Niederrhein sowie Nord- und Mittel-Limburg ein Gesamtbetrag von € 161.721,- zur Verfügung gestellt.


Acht neue Projekte

  1. Euregionales Schützenfest am 12. September, bei dem Bürger und Vereine aus Brüggen und Beesel gemeinsam am Grenzstandort De Witte Stein feiern. Es wird eine Parade, Köningsschießen und eine musikalische Feier mit Die Powerhosen geben. Bis zu zehn Schützenvereine aus den Niederlanden und zehn aus Deutschland werden teilnehmen. Die Schutterij Sint Barbara Reuver ist der Initiator dieses Projekts.

  2. Das Musikfestival Grenzenlo(o)s wird von der Harmonie Concordia Melick, dem Instrumentalverein Karken 1910 e.V. und der Koninklijke Harmonie Wilhelmina Posterholt organisiert. Musikverbände aus den Niederlanden und Deutschland feiern gemeinsam die Freiheit im Rahmen von 75 Jahren Befreiung. Eine Gruppe von über 250 Musikern will Menschen aus beiden Ländern durch Musik verbinden.

  3. Ein internationales Verbrüderungstreffen werden die Schutterij ‘t Zandakker Gilde Sint Jan aus Venray und die St. Petrus- und Paulus-Pfarrbruderschaft Mönchengladbach-Lürrip gemeinsam organisieren. Schützenvereine werden am 29. März im Zentrum von Venray 75 Jahre Befreiung feiern. Das Projekt soll auch die Zusammenarbeit zwischen niederländischen und deutschen Schützenvereinen nachhaltig stärken und mehr Jugendliche einbinden.

  4. Ein euregionales Fahrradwochenende wird von der Stiftung Wielerpromotion Sittard-Geleen in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Sittard, der Gemeinde Selfkant und der Provinz Limburg organisiert. Neben einer Drei-Länder-Route für Erwachsene bietet man am Tom Dumoulin Bike Park Jugendwettbewerbe, an denen 400 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 18 Jahren aus Deutschland und den Niederlanden teilnehmen.

  5. Die Studie „Mind the Digital Gap“ wird den Grad der Digitalisierung von KMU im deutsch-niederländischen Grenzgebiet in der Region Venlo und im Kreis Viersen erforschen. Dies geschieht mit Hilfe einer Umfrage unter Unternehmen in der Grenzregion, in der Ähnlichkeiten und Unterschiede in der Digitalisierung gemessen und Empfehlungen für Verbesserungen im Bereich der Datensicherheit und des Datenschutzes gegeben werden.

  6. Im Zusammenhang mit 75 Jahren Befreiung der Niederlande wird ein grenzüberschreitendes Mitmachbuch präsentiert. Das Buch „Freiheit“ ist eine Initiative der Stichting Vredeseducatie und 15 Gemeinden in den Niederlanden und Deutschland sowie des Jongeren Ontmoetingscentrum Ysselsteyn mit auf Tatsachen basierenden Geschichten aus dem Zeitraum 1940 bis 1944 aus allen teilnehmenden Gemeinden. Das Buch ist speziell für Schülerinnen und Schüler zwischen 10 und 14 Jahren konzipiert und erscheint in einer Auflage von 40.000 Exemplaren in deutscher und niederländischer Sprache.

  7. Realisierung eines grenzüberschreitenden Reitwege-Netzwerks im Grenzpark Maas-Schwalm-Nette. Auf beiden Seiten der Grenze gibt es unterschiedliche Regeln und die Reitwege sind nicht miteinander verbunden. Pferde werden auch dort geritten, wo dies nicht erwünscht ist. Durch die Vermittlung der Regeln und Nutzungsmöglichkeiten werden Möglichkeiten für Gastronomie, Rastplätze und Manegen geschaffen und Reiter von schutzwürdigen Stellen weggeführt.

  8. Das Projekt „VenloFietst“ zwischen Venlo und Straelen soll nicht nur die Zusammenarbeit zwischen Radler in den beiden Ländern fördern, sondern auch die Nutzung grenzüberschreitender Radverkehrsknotenpunkte anregen, sowohl für die Sport als für die Freizeit. Geplant ist zudem eine Route, auf der Radfahrer Gärtnerbetriebe besuchen können, damit das Wissen über die Lebensmittelindustrie und deren Innovationen vergrößert wird.

Das INTERREG V A-Rahmenprojekt „People-To-People“

Diese genehmigten Projekte sind Teil des Rahmenprojekts „People-To-People“ der euregio rhein-maas-nord, über das grenzüberschreitende Initiativen aus allen Themenbereichen auf eine unkomplizierte und schnelle Art gefördert werden können. Die Fördermittel aus dem EFRE fließen direkt an Vereine, Behörden und Unternehmen, die ein grenzüberschreitendes Projekt umsetzen, das den Bürgern im Grenzgebiet unmittelbar zu Gute kommt.


Die euregio rhein-maas-nord ist ein Zweckverband deutscher und niederländischer Städte und Gemeinden entlang der deutsch-niederländischen Grenze mit der Zielsetzung, die deutsch-niederländische Zusammenarbeit in der Grenzregion zu verstärken. Rund 30 Mitgliedskommunen, Kreise, kreisfreie Städte, sowie Industrie- und Handelskammer und MKB-Limburg sind in der euregio vertreten.

Mehr als 50 Teilnehmer bei der INTERREG Schlussveranstaltung ‚Immobilien ohne Grenzen‘

Mehr als 50 deutsche und niederländische Teilnehmer kamen am Mittwoch, den 29. Januar 2020 auf Einladung des Provinzministers Andy Dritty und den Initiatoren des INTERREG-Projektes „Immobilien ohne Grenzen“ im Provinciehuis in Maastricht zusammen, um sich über das Thema Wohnen in Deutschland und den Niederlanden zu informieren und im Anschluss darüber zu diskutieren. Die Nachfrage nach Wohnungen im mittleren und unteren Segment ist in beiden Ländern extrem hoch. Der Umgang mit der Herausforderung, neuen Wohnraum zu schaffen, ist allerdings nicht vergleichbar aufgrund der unterschiedlichen Marktstrukturen.


Enger Zusammenarbeit

„Werden in den Niederlanden Projekte in enger Zusammenarbeit zwischen Öffentlichen und Privaten organisiert, bestimmen in Deutschland in erster Linie Politik und Verwaltung über die Bautätigkeit. Wettbewerbe und Ausschreibungen für Teilflächen verzögern darüber hinaus die Projekte erheblich. Holland dahingegen plant im großen Stil auf Jahre. Bei der Schaffung von niederländischem Planungsrecht sind standardisierte Baumethoden schon vorgesehen, was zu Kosten- und Zeitersparnissen führt. Grundstücksspekulationen in deutschen Metropolmärkten bzw. Entwickler, die als Zwischenhändler auftreten, sind deutlich wahrnehmbar. Das macht Grundstücke oft lange unbebaubar und dann teuer. In den Niederlanden ist das eher selten der Fall,“ so Han Joosten, Head of Research von BPD Immobilienentwicklung GmbH in seinem Vortrag.


Maßnahmen greifen nicht

Prof. Spars von der Bergischen Universität Wuppertal schilderte dass der Wohnungsmarkt seit jeher Teil der ordnungspolitischen Debatte war und der Grad des Gleichgewichts zwischen erhitzten und entspannten Märkten nur sehr schmal ist. „Verabschiedete man sich noch in den 90er Jahren von öffentlichen Wohnungsbeständen aus der vermeintlichen Erkenntnis heraus, dass „Deutschland fertig gebaut sei“, wurde danach der Wohnungsmarkt oft von ausländischen Investoren getrieben. Die politischen Maßnahmen um den Wohnungsmarkt zu stimulieren, greifen seit Jahren nicht. Das ist ein großes Dilemma,“ so Spars.


Exportschlager

Gastgeber Andy Dritty wies auf die Bedeutung und die Möglichkeiten der grenzüberschreitenden Aktivitäten im Wohnungsbau hin. „Es gibt immer wieder Beispiele, wie man auch jenseits von „alteingesessenen“ Regularien grenzüberschreitend im Wohnungsbau aktiv werden kann. In diesem Jahr eröffnet bspw. die IBA Internationale Bauausstellung in der Parkstadt Limburg. Ein deutscher „Exportschlager“, der mit neuen Ideen und Projekten im sozialen, kulturellen und ökologischen Bereich Impulse setzt für einen städtebaulichen bzw. landschaftlichen Wandel,“ so Dritty. Mit dieser Veranstaltung findet das People-to-People-Projekt „Immobilien ohne Grenzen“ seinen Abschluss. Das Projekt wurde mit INTERREG-Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung unterstützt und von der euregio rhein-maas-nord begleitet. Diverse Diskussionsveranstaltungen rundum deutsche und niederländische Immobilienentwicklung waren Gegenstand des Projektes in den letzten zwei Jahren.


Provinzminister Andy Dritty beim Abschluss des INTERREG-Projektes „Immobilien ohne Grenzen“ im Provinciehuis in Maastricht

Bürgermeister Winants im euregio-Vorstand

Der Bürgermeister der niederländischen Gemeinde Venray Luc Winants wurde in den Vorstand und in den INTERREG Ausschuss der euregio rhein-maas-nord aufgenommen. Winants wurde vom Krefelder Oberbürgermeister Frank Meyer und Maike Hajjoubi, die ab dem 1. März 2020 die neue Geschäftsführerin der euroregio rhein-maas-nord ist, am 5. Februar im Rathaus von Venray willkommen geheißen.


Zusammenarbeit

Winants: “Unsere euregio ist ein Versuchsfeld für wichtige europäische Themen wie gesunde Lebensmittel, Lebensmittelsicherheit, zukünftige Landwirtschaft und Kreislaufwirtschaft. INTERREG bringt Bewohner, Unternehmen und Bildungseinrichtungen zu Forschung und Experimenten zusammen. Dies kann nur durch Zusammenarbeit, Begegnung und gegenseitiges Kennenlernen erreicht werden. Dafür brauchen wir eine starke euregio.“


Direkte europäische Nachbarn 

“Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Luc Winants im Vorstand und im INTERREG-Ausschuss der euregio. Als direkte europäische Nachbarn können wir gemeinsam so viel bewegen und Projekte in Gang setzen, die im Alltag der Menschen positiv sichtbar werden. Europa funktioniert am besten über regelmäßigen Austausch und ein unbürokratisches, direktes Miteinander,” so Meyer, stellv. Vorsitzender des INTERREG-Ausschusses. Die Mitglieder des Vorstandes der euregio rhein-maas-nord kann man finden unter https://euregio-rmn.de/de/gremien/