Euregios im Austausch mit Botschafter Meyer-Landrut in Den Haag

„Die Herausforderungen der Euregios stehen modellhaft für die Europäische Union.“ Die Euregios im deutsch-niederländischen Grenzraum haben sich am 19. Juni mit dem deutschen Botschafter in den Niederlanden, Dr. Nikolaus Meyer-Landrut, zu einem Arbeitsgespräch in Den Haag getroffen. Die fünf Euregios haben aktuelle Themen angesprochen, für die sie sowohl auf niederländischer als auch auf deutscher Seite Aufmerksamkeit fordern:

1. Klare und faire Regelungen bei Steuern und Sozialleistungen ein, um grenzüberschreitendes Arbeiten (vor allem Homeoffice) sowie den Bezug von Leistungen wie Elterngeld zu erleichtern.
2. Die Anerkennung von Qualifikationen und stärken Initiativen wie das MOVE-Zertifikat, um die Mobilität von Fachkräften über Grenzen hinweg zu verbessern.
3. Eine intensivere Zusammenarbeit von Polizei und Justiz, um grenzüberschreitende Kriminalität wirksam zu bekämpfen und die Sicherheit zu erhöhen.
4. Dass Rettungsdienste ohne Verzögerung grenzüberschreitend eingesetzt werden können, damit im Notfall stets die schnellstmögliche Hilfe gewährleistet ist.
5. Verhältnismäßige Grenzkontrollen, die Sicherheit gewährleisten und gleichzeitig die Freizügigkeit in der Grenzregion bewahren.

Botschafter Meyer-Landrut: „Die deutsch-niederländische Grenzregionen sind gemeinsame Lebensräumte für Menschen beider Länder. Die Herausforderungen der Euregios sind sinnbildlich für alle EU-Binnengrenzen. Lösungen für die Probleme in den Euregios stehen modellhaft für die Europäische Union.“
Generaldirektor Arne van Hout vom Ministerium für Inneres und Königreichsbeziehungen, der ebenfalls an dem Gespräch teilnahm: „Wir sprachen ausführlich über Themen, die für die Einwohner unserer Grenzregionen dringende Herausforderungen darstellen. Wir werden gemeinsam erörtern, wo die konkreten nächsten Schritte liegen.“

Anfang dieses Jahres fanden bereits Gespräche mit der niederländischen Botschafterin in Berlin Hester Somsen, zusammen mit Dr. Nikoklaus Meyer-Landrut, der deutsch-niederländischen Parlamentariergruppe im Bundestag sowie mit dem Bundesministerium des Innern statt.