Während der Grenzlandkonferenz am 11. Dezember in der Gemeinde Sittard-Geleen unterzeichneten Ministerin Mariëlle Paul (SZW) zusammen mit den Regierungsvertretern der beteiligten Provinzen, Grenzinfopunkten (GIP) und Euregios gemeinsam einen Nachtrag (Addendum) zum laufenden Abkommen. Damit ist eine höhere strukturelle Finanzierung der GIPs entlang der niederländisch-deutsch-belgischen Grenze im Zeitraum 2025–2028 gesichert. Auch die deutschen Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen haben kürzlich ihre erhöhte Unterstützung für die GIPs angekündigt. Der GrenzInfopunkt bei der euregio rhein-maas-nord bietet seine Dienstleistungen in Mönchengladbach, Venlo und Roermond in Form von persönlichen und telefonischen Beratungsgesprächen, Sprechstunden und Gruppentreffen an.
Im Jahr 2024 wurde die Beratungsstruktur der GIPs umfassend evaluiert. Immer mehr Menschen arbeiten, wohnen oder studieren grenzüberschreitend und benötigen zuverlässige Informationen, beispielsweise zu Themen wie Sozialversicherung, darunter Krankenversicherung, Steuern und Arbeitsrecht. Neben der steigenden Zahl von Beratungsgesprächen werden auch die Fragestellungen komplexer. Gleichzeitig wurde festgestellt, dass die GIPs zusätzliche finanzielle Mittel benötigen, um ihre Dienstleistungen weiter zu professionalisieren.
Die GIPs bearbeiten mittlerweile gemeinsam etwa 24.000 Informationsanfragen pro Jahr. Die gemeinsame Website www.grenzinfo.eu verzeichnete im Zeitraum von 2019 bis 2024 mehr als 4,7 Millionen Besucher.
Fotos © Provinz Gelderland, Aron Nijs