MKB-Limburg: „Die euregio sollte immer in den Entscheidungsprozess einbezogen werden”

Seit dem 1. Januar dieses Jahres ist MKB-Limburg Mitglied der euregio rhein-maas-nord. „Wir werden uns immer für die euregio aussprechen, denn Limburg liegt in der Mitte der euregio zwischen Deutschland und Belgien. Besonders auch in der Corona-Krise ist es wichtig, dass die euregio immer in den Entscheidungsprozess einbezogen wird”, so die Vorsitzende Monique Princen beim Kennenlerngespräch mit der mit der Geschäftsführerin Maike Hajjoubi und dem Pressesprecher Michiel Savelsbergh von der euregio sowie dem INTERREG-Programmmanager Martijn Spaagaren.


Lobbying als wichtigste Aufgabe

MKB-Limburg hat rund 1.400 Mitglieder und vertritt alle Zweige der limburgischen Wirtschaft. „Die Lobbyarbeit bei den Gemeinden, der Provinz und in Den Haag ist unsere wichtigste Aufgabe. Wir stehen in direktem Kontakt mit dem Ministerium für Wirtschaft und Klima und auch mit den verschiedenen Provinzministern. Auf kommunaler Ebene findet die Vertretung auf regionaler Niveau statt. Gijs Hendrikx ist Vorsitzender der Region Nord-Limburg und sitzt auch im Vorstand der euregio in Mönchengladbach”, erläutert Monique Princen, die zusammen mit ihrem Mann eine Karosseriewerkstatt in Weert betreibt und auch im Vorstand von MKB-Nederland sitzt.


GrenzInfoPunkt

Auch der Wissenstransfer und die Vernetzung von Unternehmern sind eine wichtige Aufgabe für MKB-Limburg. „Wir tun dies mit Workshops und Treffen, aber auch mit Online-Seminaren, für die wir Geschäftspartner einbinden. Seit der Corona-Krise spielen soziale Medien, unsere Website und die digitale Geschäftsplattform eine Schlüsselrolle. Auf der Plattform erhalten und beantworten wir auch viele Fragen von Nicht-Mitgliedern. Es werden grenzüberschreitende Themen erörtert, innerhalb der euregio, die für die hier beschäftigten Arbeitnehmer aus Belgien und Deutschland wichtig sind. Maike Hajjoubi erkennt dies auch von der stark gestiegenen Nachfrage beim GrenzInfoPunkt (GIP) wieder, der sich speziell an Grenzgänger richtet: „Der GIP in Mönchengladbach hält monatliche Sprechstunden bei den bei den niederländischen Arbeitsagenturen (UWV) in Roermond und Venlo ab, ist aber auch online und telefonisch erreichbar. Wir möchten dieses Angebot bei den Unternehmern bekannter machen, damit die Mitglieder von MKB-Limburg dieses besser nutzen können”. Im Gespräch wurde vereinbart, die Website https://grenzinfo.eu/rmn/nl/ über die Kanäle von MKB-Limburg zu verbreiten. Der GIP wird zudem an „Limburg Leads“, der Messe für euregionale Arbeitgeber am 19. und 20. Mai 2021 im MECC in Maastricht, teilnehmen.


INTERREG-Zuschuss

„Unternehmer erhalten von der euregio auch Informationen über Zuschüsse für grenzüberschreitende Projekte im Rahmen des INTERREG-Programms. Für sogenannte Mini-Projekte, z.B. einen Austausch zwischen deutschen und niederländischen Unternehmern, stehen dafür 1.000 Euro zur Verfügung”, so Martijn Spaargaren.


Monique Princen, voorzitter MKB-Limburg (links) en Maike Hajjoubi samen in Roermond